Ich bin Kristin.
Masseurin, Kosmetikerin, Doula und Mutter von drei Kindern. Mit ORO habe ich meinen eigenen Raum für neuroregulative Körperarbeit am Waldrand von Heidelberg geschaffen.
Kraft erzeugt Widerstand. Sanfte Bewegung schafft Freiheit.
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von Kopf bis Fuß, von außen nach innen und mit allem, was darin lebendig zusammenspielt. Besonders interessiert mich, wie die verschiedenen Körperstellen zusammengehören: Welche Verbindung besteht zwischen dem Kiefer, dem Becken und den Füßen?
Warum fallen mir bei Menschen, die mit den Zähnen knirschen, auch dort Spannungen auf? Und warum kann eine sanfte Berührung ohne Druck intensive Schmerzen auslösen, während eine kräftige Massage manchmal gar nicht kräftig genug sein kann?
Ich möchte verstehen, was ich unter meinen Händen spüre. Diese Neugier begleitet mich, seit ich mit siebzehn angefangen habe, als Masseurin zu arbeiten.
Genauso liebe ich die Ruhe dieses Berufs: mich auf einen Menschen einzulassen, aufmerksam zu sein undeine Weile ganz bei dem zu bleiben, was ich tue. Das hat mich von Anfang an angezogen und tut mir selbst gut.
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Hast du schon einmal Brombeerhecken geschnitten und danach versucht, die Ranken wegzutragen? Packst du fest zu, sticht der Stachel. Selbst mit einem dicken Handschuh verletzt du dich. Fasst du sie ganz sanft an, kannst du sie mit bloßen Händen tragen.
Kraft erzeugt Widerstand. Sanfte Bewegung schafft Freiheit.
Das heißt nicht, dass ich immer sanft arbeite. Es heißt, dass ich nicht mit Druck anfange. Die Intensität wächst, so wie dein Körper sie zulässt.
Bei der Haut ist es dasselbe. Eine gereizte Haut beruhigt sich nicht durch mehr Behandlung. Ich sehe mir an, in welchem Zustand sie heute ist, und richte mich danach, nicht nach einem festen Ablauf.
Bei einer Geburt führe ich nicht. Ich bin da und tue das, was gerade gebraucht wird. Manchmal ist das eine Hand am Rücken, manchmal Stille, manchmal deine Wünsche laut zu bennenen.
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Mit zwölf sagte mir ein Physiotherapeut, dass ich ohne intensive Behandlung mit dreißig womöglich nicht mehr laufen könne. Ich tanzte damals Garde, mit vielen Sprüngen, und hatte ständig das Bedürfnis, meine Gelenke einzurenken. Ich bekam den Rat, meine Bauchmuskeln zu trainieren, die Gelenke nicht knacken zu lassen und die Knie zu operieren. Wie ich mit diesem drängenden Gefühl und den Schmerzen umgehen sollte, wusste ich trotzdem nicht.
Mit vierzehn gehörten Rückenschmerzen, Beschwerden im Brustkorb, Atemprobleme ,Kopfschmerzen und sich wiederholende Entzündungen zu meinem Alltag. Es folgten MRTs, Spezialisten und Prognosen, die mich verunsicherten. Jeder Spezialist hatte eine andere teure Lösung, wir haben viel Geld dafür gegeben und sind durch ganz Deutschland gefahren.
Als ich mit siebzehn in einem Wellnesshotel zu arbeiten begann, (Trotz anhaltendem Leiden), merkte ich schnell, wie gern ich massierte.
Gleichzeitig fehlte mir das Wissen, wie ich meinen eigenen Körper bei dieser Arbeit schützen konnte. Nach drei Monaten waren meine Schulterbeschwerden so stark, dass ich mich zeitweise nicht allein anziehen oder die Zähne putzen konnte.
Die Frage, was meinem Körper helfen könnte, ließ mich nicht los. Mein Leben schien mir kaum noch lebenswert zu sein, zu viele Schmerzen, zu viele Einschränkungen und eine zyklusbedingte immer stärker werdende Depression.
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Ich habe vieles ausprobiert: Yoga, Laufen, autogenes Training, Meditation und Achtsamkeitsübungen. Gerade das, was mich beruhigen sollte, machte mich oft unruhiger.
Bei der Triggerpunktarbeit erlebte ich etwas anderes. Die körperliche Empfindung nahm meine Aufmerksamkeit so vollständig ein, dass meine Gedanken für einen Moment in den Hintergrund traten.
Das war für mich eine wichtige Entdeckung.
Ich beschäftigte mich weiter mit Faszien- und Triggerpunktarbeit, Dehn- und Bewegungsübungen bis indie Fingergelenke, neurogenem Zittern und meiner Ernährung. Über Jahre lernte ich meinen Körper genauer kennen und fand heraus, was mir guttat.
In der neuroregulativen Körperarbeit kann ich meine Leidenschaft ausleben, und sie hat mir selbst zu einem schmerzfreien und entspannten Körper verholfen. Heute habe ich keine Schulter- und Knieschmerzen mehr, und meine Gelenke fühlen sich besser an als früher. Ich bewege mich mit einem
Vertrauen, das ich lange nicht hatte.
Verändert hat sich dabei mehr als der Schmerz. Mein Körpergefühl, meine Zufriedenheit, der Alltag in unserer Familie, meine Beziehung. Immer wieder hat die Körperarbeit an einer Stelle etwas bewegt, an der ich sie nicht erwartet hätte.
Es gibt Tage in meinem Zyklus, an denen mein Körper mir viel abverlangt. Das neurogene Zittern und die neuroregulative Faszienarbeit gehören zu dem, was diese Tage für mich erträglicher macht.
Körpernah.
Klar. Persönlich.
Körperarbeit ist eine Reise. Wir wissen nicht, wohin sie uns führt.
Lass uns gemeinsam das Beste aus uns herausholen und unseren Kindern beibringen, es ebenfalls zu tun.
Ich kenne das Gefühl, viel für den eigenen Körper zu tun und trotzdem Beschwerden zu haben. Deshalb möchte ich weitergeben, was meine Reise wirklich verändert hat und intuitiv Teil meines Alltags geworden ist. Mir bedeutet es viel, wenn du deinen Körper besser verstehst und selbst herausfindest, was dir guttut. Auch meine Kinder wachsen damit auf.
Körperarbeit
Doula Begleitung
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Meine Kinder wurden 2018, 2021 und 2022 geboren. Ihre Geburten habe ich als eine unglaubliche Kraft erlebt, die durch meinen ganzen Körper ging. Die beiden jüngsten kamen im Wasser zur Welt, in einer Regentonne, die wir dafür vorbereitet hatten.
Es war wie eine Reise durch mein ganzes Leben. Durch all meine Erinnerungen, meine Gefühle, meine tiefsten Ängste und Sehnsüchte. Könnte ich, ich würde immer und immer wieder gebären.
Geholfen hat mir während der Geburten vermutlich auch eine Fähigkeit, die ich seit meiner Kindheit kenne: mich mithilfe eines inneren Bildes tief zu entspannen. Ich stelle mir das Sonnensystem und die Unendlichkeit der Sterne vor. In meiner Vorstellung strömt von dort Kraft in mich hinein. Dieses Bild macht mich ruhig und gibt mir Stärke.
Ich bin dankbar für meine Geburtserfahrungen. Zugleich weiß ich, dass jede Frau andere Voraussetzungen mitbringt und sich eine Geburt nicht allein durch Vorbereitung beeinflussen lässt.
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Nach meinen ersten beiden Geburten fühlte ich mich sofort wieder bereit für alles. Ich hatte keine Verletzungen, sprang auf und dachte kaum an Erholung oder Rückbildung.
Zwischen meinem zweiten Kind und meiner Tochter lagen nur 14 Monate. Trotz intensiver körperlicher Vorbereitung bekam ich starke Symphysen- und Steißbeinschmerzen. Ich konnte nur noch kleine Schritte machen und kaum ohne Schmerzen sitzen.
Diese Erfahrung führte mich tiefer in die Körperarbeit und prägte die Entwicklung meines ORO-Konzepts. Es dauerte vier Jahre, bis ich wieder ein tragfähiges Fundament in meinem Becken und meiner Bauchmuskulatur spürte, auf dem ich Kraft aufbauen konnte. Deshalb liegt mir heute auch die Mutter im Wochenbett besonders am Herzen – mit ihrem Körper, ihrer Erholung und ihren eigenen Bedürfnissen.
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Meine erste Stillzeit war geprägt von starken Schmerzen, wiederkehrenden Brustentzündungen und einem Baby, das viel weinte. Ich war oft verzweifelt. Eine teure Stillberatung brachte mir nicht die Hilfe, die ich brauchte.
Ich wurde Mitglied bei der La Leche Liga und begann, vieles zu hinterfragen. Bei meinem zweiten Sohn ließ ich die Uhr los: viel nackter Hautkontakt und die Brust anbieten, sobald er kleine Signale zeigte. Bei meiner Tochter machte ich es genauso. Ich bin überzeugt, dass diese Nähe und das häufige Stillen wesentlich dazu beitrugen, wie zufrieden meine beiden jüngsten Kinder waren.
Auch meinem eigenen Körper schenkte ich durch sanfte Körperarbeit mehr Aufmerksamkeit. Diese Erfahrungen prägen mich heute als Doula und Stillgruppenleiterin. Ich kenne die Verzweiflung, wenn Stillen wehtut – und die Erleichterung, einen gemeinsamen Weg zu finden.
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Ich musste mich damals weitgehend allein informieren und vorbereiten. Dabei habe ich mir selbst eine Doula gewünscht. Eine Frau, die mich hält, mich massiert, mir über den Kopf streichelt und mit mir atmet.
Die mir Geburtspositionen zeigt und einfach an meiner Seite ist.
Ich bin tief davon überzeugt, dass es einen Unterschied macht, wie eine Frau in ihre Geburt geht: wie gut sie ihren Körper kennt, wie sie atmet, ob sie sich regulieren kann, wenn es eng wird. An diesem Teil können wir gemeinsam arbeiten.
Heute möchte ich für dich diese Doula sein.